Prof. Thomas Albert erhält die Arp-Schnitger-Ehrenmedaille

„Dein Verdienst ist es, dass der ganze Reichtum der norddeutschen Orgelkultur, die für unsere Region eine historische Leitkultur ist und auch als Weltkulturerbe eingestuft werden soll, in einem repräsentativen Rahmen hörbar wird “, so fasste Prof. Dr. Harald Vogel (Beiratsvorsitzender der Arp Schnitger Gesellschaft) in seiner Laudatio die „Dienstleistung“ Prof. Thomas Alberts zusammen. Helmut Bahlmann (2. Vorsitzender der ASG) überreichte als Ausdruck der Wertschätzung die Arp-Schnitger-Ehrenmedaille für herausragende Verdienste.

Neu entdeckte Orgelzeichnung wurde auf der Mitgliederversammlung vorgestellt

Sensationeller Fund eines Kostenanschlags von Arp Schnitger für die Orgel in der Kirche in Bardenfleth und eine Orgelzeichnung im Staatsarchiv in Oldenburg

Unter dem Titel “Die Arp-Schnitger-Orgel in Bardenfleth: neue Gewissheiten” – abgedruckt im Oldenburger Jahrbuch 2010 und als Sonderdruck für die Arp Schnitger Gesellschaft – ordnet Dr. Wolfgang Henninger die Fundstücke historisch ein.

Orgelmodell für die Arp Schnitger Gesellschaft

Konturen und Aufbau des Modells sind bereits deutlich zu erkennen. Darüber freuen sich (von links) Hendrik Ahrend, Firmeninhaber und Orgelbaumeister, Britta Silchmüller, Vorstandsmitglied der OLB Oldenburg, Helmut Bahlmann, 2. Vorsitzender der Arp Schnitger Gesellschaft, Kai-Uwe Seegers, Leiter der OLB Filiale Brake, Friedemann Seitz, Erbauer des Modells, und Gerold Freese, Schatzmeister der Arp Schnitger Gesellschaft.

Orgelfunktionsmodell für die ASG

Es freuen sich: (von links) Uwe Seegers, Filialleiter der OLB in Brake; Gerold Freese, Vorstandsmitglied und Schatzmeister der ASG; Helmut Bahlmann, 2. Vorsitzender der ASG; Herbert Meier, Erster Stadtrat der Stadt Brake und Beiratsmitglied der ASG; Günther Florack, Kulturstiftung OLB

Die Arp Schnitger Gesellschaft freut sich, daß sie für ihr Orgelmodell (Kostenvoranschlag: etwas 6500€) einen großzügigen Sponsoren gefunden hat. Die OLB stellt 6000€ zur Verfügung.

Arp Schnitger und das Holz

Zum 7. Sonntagsgespräch hatte die Arp Schnitger Gesellschaft den Tischlerinnungsmeister Udo Klostermann aus Golzwarden als Überraschungsgast eingeladen. Er erläuterte den Zuhörern welche Verfahrensweisen die Tischler und Orgelbauer im Umgang mit dem Werkstoff Holz anwendeten. Udo Klostermann hatte Werkstücke und Werkzeuge aus seiner Werkstatt mitgebracht, um zu demonstrieren, wie praktisch bis zur Gegenwart bestimmte Verbindungstechniken beibehalten werden konnten.

Arp Schnitger und die Konkurrenz

Zum 6. Sonntagsgespräch war der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Wesermarsch, Herr Thomas Sturm, als Überraschungsgast eingeladen worden. Er stellte fest, daß es in der Gegenwart des Handwerks Privilegien, wie sie Arp Schnitger sich zu verschaffen wußte, heute nicht erlaubt wären. Damals wie heute aber bleibt gültig und festzuhalten, daß man in der Konkurrenz untereinander am besten sich langfristig behaupten könne, wenn Arbeitsweise und Produkt von hoher Qualität gekennzeichnet sind. Er meinte Arp Schnitger hätte sich auch ohne Privilegien als Orgelbauer gut behaupten können.

25 Jahre der Restaurierung der Arp Schnitgerorgel von Mariana

Josinéia Godinho, Assistentorganistin schickte einen Bericht über die geplanten Feierlichkeiten anlässlich dieses Ereignisses.

25 Jahre der Restaurierung der Arp Schnitgerorgel von Mariana werden gefeiert.

Am 8.Dezember 1984 spielte wieder die Arp Schnitgerorgel der Kathedrale von Mariana nach fast 50 Jahre Stummheit. In den lezten 25 Jahre wird die Orgel benutzt nicht nur im liturgischen Rahmen aber auch in verschiedene Konzerte mit Organisten aus Brasilien und Ausland. Mehr als 2.100 Konzerte sind gegeben worden seit der Restaurierung.

Die Arp Schnitgerorgel hat sich in diesen Jahren als Ausgangspunkt von Organistenbewegungen in Brasilien: im Mariana wurde in den 90. Jahre die brasilianische Organisten Gesellschaft gegründet und auch da rundum der Schnitgerorgel fanden 4 Tastenmusikwochen statt, Festivals mit Kurse, Vorträge und Konzerte, wo Musiker aus verschiedenen Tasteninstrumente zusammengekommen sind um zu diskutieren und voneinander zu lernen.

Die Restaurierung der Arp Schnitgerorgel aus Mariana, angefangen im 1977 und fertiggestellt im 2002 war der Anfang einer neue Bewegung in Brasilien um alte Orgeln zu schützen und zu restaurieren.Das neueste Ergebnis dieser Arbeit ist die Restaurierung der Orgel der Matriz de Santo Antônio in Tiradentes, Minas Gerais, von der portugiesischen Orgelbauer Simão Fernandes Coutinho gebaut, der im Februar dises Jahres wieder eingeweiht wurde.In absehbarer Zeit sollen auch dazu kommen die Orgeln aus São João del Rei (historisches Museum) und aus Diamantina (Carmelitenkirche).

Es sind auch noch im Vorbereitung andere Restaurierungsprojekte um andere wichtige historische Orgeln im Lande wieder zu beleben.

Das Feier wird von Guy Bovet eröffnet, der seit mehr als 20 Jahre die Schnitgerorgel aus Mariana begleitet hat sowohl als Organisten wie auch als Sachverständiger, der in verschiedene Situationen zur Rate gezogen worden ist.
Er macht zwei Konzerte am 21. und 22 November.

In Dezember wird es weiter gefeiert: am 6.12 ein Kammermusikkonzert mit Maurício Freire (Flöte) und Elisa Freixo (Orgel) und am 20.12 ein Chorkonzert, wo die Schnitgerorgel der Coral Tom Maior, einem vielversprechend Jugendchor aus der Stadt begleitet.

Im Rahmen der der Feirlichkeiten ist auch in Vorbereitung de Fertigstellung einer Briefmarke des Jubileums.